Geschichten sind Türen zu anderen Welten 
Hereinspaziert! Es gibt viel zu entdecken.     

Aus dem Nähkästchen geplaudert

 

E - wie eigentlich

Eigentlich wollte ich immer schon Geschichten schreiben, seit meiner Jugend. Dieses Vorhaben ist allerdings für lange Zeit völlig auf der Strecke geblieben, irgend etwas Wichtiges kam immer dazwischen. Also dachte ich stets: "Später, wenn ich mehr Zeit haben werde, fange ich damit an." Später, wenn meine Ausbildung abgeschlossen ist ..., später, wenn meine Tochter größer ist ..., später, wenn ..., ach, es war ständig etwas. Bis meine Cousine mir eines schönen Tages klipp und klar sagte: "Setz dich jetzt endlich hin und schreibe! Sonst wirst du auf deinem Sterbebett noch sagen: "Eigentlich wollte ich immer Geschichten schreiben, aber irgendwie fand ich nie die Zeit dazu!"

Glaubt mir, noch am selben Abend klemmte ich mich hinter meinen Küchentisch und begann mit der Erzählung vom Regentropfen und dem Glitzerkleid. Und als ob damit ein Schalter umgelegt worden wäre, finde ich seitdem immer irgendwie die Zeit zum Schreiben. Zwar sind es manchmal nur ein paar Sätze, an anderen Tagen dafür jedoch ein paar Seiten. Und eine dicke Portion Zufriedenheit gibt es obendrein.

 

  

I - wie Instrument

Leider, leider, leider - nein. Es gab wohl mal eine Zeit, in der ich versucht habe, mit einer Blockflöte klarzukommen, aber mehr als zwei / drei Liedchen brachte ich nicht zustande. Später jedoch bereute ich so manches Mal, kein Instrument gelernt zu haben. Ich glaube, Schlagzeug oder Gitarre hätten mir richtig viel Spaß gemacht.

Übrigens: Notenlesen kann ich bis heute nicht. Trotzdem: Ich war im Schulchor! Ich habe das Notenblatt angestarrt, als ob ich es lesen könnte, gesungen und geträllert, was meine Kehle hergab und unserer Musiklehrerin ist es nie aufgefallen. He, he! 

  

L - wie lesen

Eintauchen in fremde Welten, Schicksale verstehen, Abenteuer erleben. Sich überraschen lassen. Im Kopf ein Bilderbuchkino. Die Regie mag die Autorin/der Autor haben, doch bei Bühnenbild und Maske blüht die eigene Phantasie auf, gestaltet die Details und gibt allem einen letzten, einzigartigen, ganz persönlichen Schliff. 

Diese Auszeit vom Alltag bringt wunderbar die Ratter-Gedanken zur Ruhe. Ich kann danach für gewöhnlich bestens schlafen.

 

 

A - wie "Alles wird gut" 

Manche Lektionen im Leben können ganz schön heftig sein. Sie beinhalten jedoch auch etwas Gutes. Das Dumme daran ist meistens, dass man es oft erst spät erkennt. Schade. Vieles würde man sonst wahrscheinlich nicht so schwer nehmen, wie es im ersten Moment erscheint.  

 

S - wie Schneeflocken

Ich liebe sie. Lautlos verzieren sie unsere Welt, alles wird fein säuberlich verpackt. Wen reizt es nicht, Schneemänner zu bauen, Schlitten zu fahren oder auch einfach nur im knirschenden Schnee spazieren zu gehen? Und wenn dazu noch die Sonne scheint ...! Wie die Schneekristalle glitzern! Wie frisch und klar die eisige Luft ist! Upps, ich merke, ich gerate schon wieder ins Schwärmen. Hoffentlich bringt uns der nächste Winter viele solcher Tage und nicht nur regennasses Schmuddelwetter. Obwohl - gerade das könnte vielleicht auch Kristallhexenwetter sein :)

 

 

T - wie Träume

Da muss ich doch gleich an meine Traumpost denken. Ich habe in Gedanken nämlich ein paar wunderschöne Wunschtraum-Pakete gepackt, meine Adresse obendrauf geschrieben und sie dann mit einer megastarken Wunscherfüllungsrakete ins Weltall geschossen. Und von Zeit zu Zeit passiert es tatsächlich, dass einer meiner Wünsche in Erfüllung geht - ganz plötzlich und unerwartet. Es klappt immer wieder erstaunlich gut. Probiert es doch auch einmal aus. 

Nebenbei bemerkt: Es sind genau diese Erfahrungen, die mich dazu haben motiviert haben, die "Schnupps"-Geschichten zu schreiben.

 

 

 

E - wie Eis

 

Da könnte ich schwach werden. Vanille-, Joghurt-, Amarena-Eis! Oder Feuerkirsch-, Früchte- und Joghurt-Becher! Am liebsten noch alles mit Sahne obendrauf! Hm, himmlisch! Das gibt es bei mir allerdings nur nach einer langen Wanderung. Grufties wie ich setzen nämlich gerne Hüftgold an. 

Wenn ich jedoch Eis schlecke, dann ähnelt mein Gesichtsausdruck in etwa dem des Hörnchens hier.

 

 

R - wie Ruhe 

Auszeit. Nachdenken. Über alles, was für mich wichtig ist und worüber ich nicht nachdenken kann, wenn das Radio swingt und der Fernseher plappert. Die "leisen" Gedanken kommen lassen, die tief in einem stecken. Oder auch einfach nur dem Augenblick lauschen - dem Zwitschern der Vögel, dem Rauschen der Blätter, dem Prasseln des Regens. 

Na, das hört sich für junge Ohren sicherlich schon fast nach "Einkehrtagen" an, mir aber tut es richtig gut.

 

 

N - wie Natur

Kennt ihr auch den Duft eines feuchten Waldbodens? Oder den von Holz und Fichtennadeln? Wenn ich durch den Wald spaziere, kommen mir oft Ideen für neue Geschichten. Dann sehe ich mitunter die seltsamsten Wesen zwischen den moosbewachsenen Wurzelausläufern alter Buchen und Eichen sitzen. Und dann kann es passieren, dass sie leise rufen: "Hallo, Eila, erzähle über uns! Damit die Kinder auch wissen, dass es uns gibt!" 

Klar, mach ich doch gerne!